Infrastruktur

Es gibt viele Möglichkeiten den Radverkehr mit Hilfe von Verkehrseinrichtungen zu fördern und ihn sicherer zu gestalten. Allerdings ist nicht jede Verkehrseinrichtung überall passend und kann somit eine erhöhte Gefahr für den Radfahrer bedeuten. Hier eine Auflistung der Einrichtungen.


Radweg

Radwege werden entweder durch Zeichen 240 240, 240-30 241-30 oder 241-31 241-31 gekennzeichnet und benutzungspflichtig. Allerdings gibt es auch Radwege, welche nicht benutzungspflichtig und somit unbeschildert sind. Diese Radwege nennt man „sonstige Radwege“

  • Im Grunde gibt es keine Vorteile für den Radfahrer
  • Kann nicht immer entlang der Fahrbahn geführt werden
  • Radfahrer werden an Kreuzungspunkten übersehen, da sie ausserhalb des Sichtfeldes des restlichen Verkehrs fahren
  • Hoher Platz- und Geldverbrauch
  • Muss seperat von Schmutz und Schnee bereinigt werden
  • Passanten und MIV nutzen ihn als Gehweg oder Parkplatz
  • In der Rushhour müssen sich zu viele Radfahrer zu wenig Platz teilen
  • Radfahrer können kein „direktes Linksabbiegen“ betreiben
  • Radfahrer werden eher zu verleitet als Geisterfahrer zu fahren, da sie sonst umständlich die Fahrbahn und deren Seitenstreifen überqueren müssten.

  • Nach heutigem Stand der Technik Innerorts ein Auslaufmodell.
  • Selbst bei sehr gutem Zustand gefährdet ein Radweg den Radfahrer mehr, als dass er ihn schützt.
  • Ausserorts sind sie durch die hohe Differenzgeschwindigkeit von Radfahrern zu KFZ und die sehr wenigen Kreuzungspunkte eher vom Vorteil. Allerdings ist es so, dass Radfahrer nach dem Stand der Technik keinen Vorrang ggü. dem Querverkehr geniessen

“Schutzstreifen“

Schutzstreifen dürfen nicht beschildert werden. Allerdings werden Schutzstreifen erst zu solchen, wenn in der markierten Fläche ein Fahrradsymbol aufgemalt wird.

  • Führt auf der Fahrbahn, somit ist der Radfahrer immer im Blickfeld des restlichen Verkehrs und gibt es an Kreuzungen weniger bis keine Probleme
  • Auf engen Straßen, kann Radfahrern ein Schutzraum eingeräumt werden, welcher von dem restlichen Verkehr genutzt werden darf, wo dies notwendig ist. Allerdings darf der Radverkehr nicht behindert oder gefährdet werden
  • Radfahrer lernen wieder auf der Fahrbahn zu fahren, wo es für sie sicherer ist und Autofahrer lernen mit ihnen zu kooperieren
  • Zur Rushhour können Radfahrer die gesamte Fahrbahn benutzen, um zum Beispiel zu überholen

  • Solange die Schutzstreifen mindestens 1,75 Meter breit sind und mit mind. 1 Meter Abstand zu dem ruhenden Verkehr vorbei führen, haben sie keine Nachteile

  • Schutzstreifen sind dort angemessen, wo früher ein Radweg vorhanden war, damit Autofahrer und Radfahrer wieder lernen, an dieser Stelle gemeinsam die Fahrbahn zu nutzen
  • In Ortsdurchfahrten mit keiner besonderen Begrenzung des Verkehrs und nur einem Fahrstreifen je Richtung ist ein Schutzstreifen ebenfalls sinnvoll.


Radfahrstreifen

Radfahrstreifen werden durch Zeichen 237 237 oder 241-30 241-30 gekennzeichnet und benutzungspflichtig. Sobald sie keine Beschilderung mehr haben, werden sie zu Seitenstreifen. Sie müssen somit nicht von Fahrradfahrern benutzt werden und dürfen auch zum Parken „missbraucht“ werden.

  • Radfahrer lernen wieder auf der Fahrbahn zu fahren, wo es für sie sicherer ist und Autofahrer lernen mit ihnen zu kooperieren
  • Führt auf der Fahrbahn, somit ist der Radfahrer immer im Blickfeld des restlichen Verkehrs und gibt es an Kreuzungen weniger bis keine Probleme

  • Wenn sie mind 2 bis 2,5 Meter breit sind und mit mind. 1 Meter Abstand zu dem ruhenden Verkehr vorbei führen, bieten sie keine Nachteile

  • An stark befahrenen Straßen ist der Radfahrstreifen, ein perfektes Mittel um dem Radverkehr einen Teil der Fahrbahn zuzusichern. Andere Verkehrsteilnehmer müssen sich mit den restlichen Fahrstreifen begnügen, und haben ihren eigenen Raum.

Fahrradschleuse

  • Radfahrer werden sicher vor den restlichen wartenden Verkehr geführt. Sie warten dann im Sichtfeld und können so nicht übersehen werden
  • direktes Linksabbiegen ist so viel einfacher möglich, da man sich direkt Links einordnen kann, ohne sich zwischen Autos hindurch zu schlängeln.
  • Radfahrern kann vor dem restlichem Verkehr Grün gegeben werden, so können diese den Kreuzungsbereich betreten, ohne vom Rechts oder Linksabbieger übersehen zu werden.

  • Wenn sie eine ausreichende Tiefe haben, damit auch Lastenräder und Züge sicher in der Schleuse stehen, haben sie keine Nachteile

  • An jeder Ampel ist eine Fahrradschleuse zu empfehlen. An mehrstreifigen Kreuzungen je Richtung sollte eine Fahrradschleuse Pflicht sein.